Schwerzerspanung
Kurbelwellenbearbeitung
Kurbelwellenbearbeitung Know-how vom Profi
Bohlerit verfügt über ein umfangreiches Know-how und ein komplettes Angebot von Werkzeugen für die Kurbelwellen- und Nockenwellenbearbeitung. Die Werkzeuge werden den jeweiligen Kundenanforderungen entsprechend individuell geplant. Die maßgeschneiderten Lösungen reichen von der Konzeption bis zur Inbetriebnahme von Werkzeugsystemen mit speziell entwickelten Schneidstoffen und Geometrien. Profitieren Sie von unserem langjährigen Know-How auf unterschiedliche Weise.
Komplettservice aus einer Hand
- Erstbestückung
- Inbetriebnahme
- Laufende Prozessoptimierung bezugnehmend auf Taktzeit,
Standmengen und Werkstücktoleranzen - Ersatzteilversorgung
- Reparatur von Werkzeugen
- Service- und Anwendungstechniker weltweit
- Schulungen
Hub- und Hauptlager von Kurbelwellenfräsen
Außenfräser für die Großserienproduktion von kleinen und mittelgroßen Kurbelwellen. Außenfräser mit bis zu 2.100 mm Durchmesser für größte Monoblockwellen (Schiffskurbelwellen und Stationärantriebe).
- Kürzeste Taktzeiten
- Hohe Schnittgeschwindigkeiten
Innenfräser zur Bearbeitung von Kurbelwellen mittlerer Größe (LKW) bis zu Schiffsmotoren.
- Stabile Zerspanungsverhältnisse
- Höchste Zähnezahl
- Höchste Zerspanungsleistung
Drehfräswerkzeuge für Großkurbelwellen
Walzenstirnfräser
- Fräsen der Wangenflächen in einem Schnitt auf Fertigmaß
- Längen bis 500 mm
- Positive Schneidengeometrie
- Schneidenaufteilung an die Bedingungen des Drehfräsens angepasst
Formfräser
- Fräsen der Hohlkehlen in einem Bearbeitungsvorgang auf Fertigmaß
- Positive Schneidengeometrie
- Weicher Schnitt durch Versatz der Platten
Werkzeuge zur Drehbearbeitung von Flansch- und Stummelenden
Drehbearbeitung bei stationär gespanntem Werkstück mit werkstückspezifischem glockenförmigen Sonderwerkzeugen
Drehbearbeitung mit ISO-Standardwerkzeugen bei rotierendem Werkstück
Dreh-Drehräumwerkzeuge
Modular mit Kassetten aufgebaute Werkzeuge zur Drehbearbeitung oder Dreh-Drehräumbearbeitung der Hauptlager von Kurbelwellen für PKW Motoren.
- Austauschbare Kassetten
- Tangentialplatten für schwere Schnitte
- ISO-Platten für niedrige Kosten
Drehschälen
Drehschälen ist Schwerzerspanung in jeder Hinsicht
Das Drehschälen, auch Schäldrehen genannt, ist eine der anspruchsvollsten spanabhebenden Bearbeitungen, bei dem das verfahrenstechnische Know-how in besonderem Maß unmittelbar an der Wirkstelle liegt. Als Partner für erfolgreiches Drehschälen bietet Boehlerit komplette Werkzeugsysteme, sprich Schälkopf, Halter und Kassetten an.
Verfahrenstechnisch betrachtet ist das Drehschälen ein kinematisch umgekehrtes Längs-Runddrehen, bei dem das Werkstück durch ein rotierendes Werkzeug, den Schälkopf, konzentrisch durchgeführt wird. Faktisch ist Drehschälen Schwerzerspanung, die in Durchmesserbereichen von 5 bis zu 600 Millimeter wirtschaftlich betrieben wird. Mit Standardmaterialien werden heutzutage Vorschübe bis 18 Millimeter pro Umdrehung praktiziert, was im Vergleich zum allgemeinen Drehen ein Vielfaches des dort machbaren darstellt. Dabei werden mit entsprechenden Kassettensystemen Schnitttiefen bis zu 15 Millimeter erreicht. Werden von gängigen Materialien mit beispielsweise 80 Millimeter Durchmesser 600 bis 800 Stangen in einer Zeit von drei bis vier Stunden – mit einer Schneidkante – durch eine Schälmaschine geschickt, so umreist dies auch die Leistungsfähigkeit der eingesetzten Wendeschneidplatten.
Anwender assoziieren allerdings Schwerzerspanung im Zusammenhang mit Drehschälen auch mit schwer, im Sinne von schwierig. Die Prozesse finden unter enormen Mengen Kühlschmiermittel und für den Maschinenbediener nicht einsehbar statt. Außerdem kommt es auf Grund der hohen Belastungen auf Dauer zu Vibrationen oder zu Führungsproblemen. Erschwerend ist auch, dass im Bereich der Blankstahlherstellung häufig zerspanungstechnisch schwierige Werkstoffe wie rostfreie Stähle oder Nickelbasislegierungen verarbeitet werden. Hinzu kommt, dass vor allem geschmiedete Stangen oft relativ krumm und unrund sind. Die Prozesssicherheit hängt stark von der Erfahrung des Maschinenbedieners und dessen Gehör ab. Dabei gilt es vor allem den Bruch von Wendeschneidplatten zu vermeiden. Dies würde zu enormen Schäden an den Kassetten, möglicherweise am gesamten Schälkopf, der Stange und darüber auch an den Führungsrollen im Einschubapparat führen. Als Möglichkeiten zur optimalen Prozessführung bleibt nur die Beurteilung der Bearbeitungsergebnisse über die Maßhaltigkeit und die erzielte Oberflächengüte sowie die Beurteilung der Späne, der Verschleiß an der WSP und die eigene Erfahrung. Die Herausforderung liegt in der Anpassung der Prozessparameter und der anwendungsbezogenen Abstimmung der Wendeschneidplatten. Dies geschieht meist in enger Zusammenarbeit mit dem Hersteller der WSP über Schneidstoffzusammensetzungen und Geometrien, sprich Schneidkantenlänge, Spanformstufe und Stützfasenausführung.
Ziehschälen
Die wirtschaftliche Methode zur Herstellung von geschältem Stahl und Nichteisenmetallen vom Ring zum Ring bei Durchmessern von ca. 3 bis 15 mm.
Auf das zu bearbeitende Material bzw. die Ziehschälmaschine speziell abgestimmte Ziehschälmatrizen auf Anfrage.